Future Innovators

In der WRO-Kategorie „Future Innovators“ entwickeln Teams einen Roboter oder ein Robotermodell, welches zur Lösung von Problemen in der realen Welt beiträgt. Jedes Jahr gibt es ein neues Thema, oft in Verbindung mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung. Nach einer Recherche zum Thema entwickelt jedes Team eine innovative und funktionierende Roboterlösung. Zum Bau, der Programmierung und Steuerung dürfen alle (Roboter-)Materialien auf kreativer Art und Weise verwendet werden. Am Tag des Wettbewerbs präsentieren die Teams ihre Projekte vor einer Jury.

Wettbewerbskategorie Future Innovators
ehemaliger Name bis 2021: Open Category

Von der Aufgabe zum Projekterfolg

Open Category Grafik Ablauf

Veröffentlichung der Aufgaben
Am 15. Januar werden die neuen Aufgaben für die Open Category auf unserer Homepage veröffentlicht und damit das Thema der Saison konkreter eingegrenzt. Das allgemeine Regelwerk ohne die konkrete Aufgabe kann bereits hier heruntergeladen werden.

Spezialisierung auf ein Teilgebiet des Saisonthemas
Beispiel:
Thema der Saison: Smart Cities
Teilgebiet: Autonomes Fahren in der Stadt

Bauen und programmieren des Robotermodells
Zum Bauen dürfen jegliche Art von Materialien und Controllern (z.B. Arduino, Fischertechnik, EV3 ...) eingesetzt werden. Es darf jede Programmiersprache bzw. -umgebung verwendet werden.

Gestaltung Plakate, Dekoration zur Präsentation
Euer Teamstand beim Wettbewerb trägt dazu bei, dass ihr eure Projektidee mit eurem Robotermodell ansprechend und verständlich erläutern könnt. Bei der Gestaltung könnt ihr kreativ werden, hier sind keine Grenzen bzgl. der Materialverwendung gesetzt.

Vorbereitung Wettbewerbstag
Zur Vorbereitung auf den Wettbewerbstag solltet ihr eure Präsentation kreativ gestalten, einüben (max. 5 Minuten) und euch auf mögliche Juryfragen vorbereiten. Ein Tipp: Präsentiert euer Projekt vorab einer Schulklasse, euren Freunden oder Eltern und lasst euch Fragen stellen.

Wettbewerbstag: Robotermodell vor Jury präsentieren
Der Zeitpunkt ist gekommen euer Robotermodell am Wettbewerbstag aufzubauen und während der Jurybewertung zu präsentieren. In der Regel habt ihr zwei Präsentationen vor zwei unterschiedlichen Jurygruppen.

Hinweis zum Video: Im Video wird die „Open Category“ vorgestellt, welche die Kategorie vor dem WRO Update 2022 zeigt. Die Inhalte der Kategorie wurden mit dem Update aktualisiert. Trotz allem ermöglicht das Video einen kurzen Eindruck in die Kategorie.

Forschung und Entwicklung

Die Teams identifizieren ein spezifisches Problem in Bezug zum Thema der Saison, recherchieren und entwickeln eine passende kreative Lösung.

Entwicklung eines Robotermodells (Prototyp einer Idee)

Die Teams verwandeln ihre Idee in eine funktionale Roboterlösung, indem sie ein Robotermodell entwickeln. Ein Robotermodell kann als ein großer Roboter sein, als mehrere kleine Roboter, die zusammenarbeiten oder durch eine größere Anlage, die durch Robotertechnik (Sensorik etc.) gesteuert wird, dargestellt werden. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Das Modell wird an einer Standfläche (Teambereich) von 2m x 2m x 2m präsentiert, welche ihr vollständig nutzen könnt.

Technische Fähigkeiten und Software-Engineering

Zur Steuerung des Robotermodells sind jegliche Art und Anzahl von Controllern (z.B. Arduino, SPIKE, Fischertechnik, EV3 etc.) und Programmierumgebung erlaubt. Weiterhin dürfen jegliche Materialien (z.B. Holz, Plastik, Papier etc.) für das Robotermodell verwendet werden.

Innovation & Entrepreneurship

Die Besonderheiten der Roboteridee sollten herausgearbeitet werden und mit möglichen bereits existierenden Lösungen verglichen werden. Außerdem sollten sich die Teams überlegen, welche Auswirkungen die Roboterlösung auf die potenziellen Nutzer und die Gesellschaft haben könnte und wie die Idee in die Realität umgesetzt werden könnte.

Präsentation und Dokumentation

Am Wettbewerbstag wird die Robotik-Lösung in Form des Robotermodells vor einer Jury präsentiert, welche die Lösung anhand eines Bewertungsbogens bewertet. Für die Jury und potentielle Besucherinnen und Besucher sollte der Stand ansprechend und informativ gestaltet werden. Hierzu sollte der Teambereich mit Dekoration und mindestens einem Plakat ausgestaltet werden. Außerdem wird eine schriftliche Dokumentation über das Projekt erstellt, welche zu Beginn der ersten Bewertungsrunde der Jury ausgehändigt wird.

Ein Team tritt in der Kategorie Future Innovators in einer der drei Altersklassen kann. Die Zuordnung in eine Altersklasse ist wichtig, da die Teams entsprechend ihres Alters mit unterschiedlichen Bewertungsbögen bewertet werden. Jedes Team, egal welcher Altersklasse, kann dabei bis zu 200 Punkte erreichen, sodass die TEams am Wettbewerbstag gemeinsam gerankt werden.

  • Elementary: Teilnehmende von 8-12 Jahren (in der Saison 2022: Jahrgänge 2010-2014)
  • Junior: Teilnehmende von 12-15 Jahren (in der Saison 2022: Jahrgänge 2007-2010)
  • Senior: Teilnehmende von 15-19 Jahren (in der Saison 2022: Jahrgänge 2003-2007)

Teams in der Kategorie Future Innovators haben über die Altersklassen hinweg die gleiche Aufgabenstellung und werden altersklassenübergreifend bewertet. Hierbei wird die Jury in einem vorherigen Jurymeeting besonders für die Leistung von Teams verschiedenen Alters sensibilisiert. Ebenfalls sorgt die unterschiedliche Schwerpunktsetzung der Altersklassen durch die Bewertungsbögen zu einer altersklassenentsprechenden Bewertung.

Weitere Informationen zu den Altersklassen und die genauen Bestimmungen befinden sich im Regelwerk unter dem Punkt "2 Team- und Altersklassendefinitionen".

Nach der Aufgabenveröffentlichung

Nachdem das Team die Regeln mit der Aufgabenstellung gelesen hat, beginnt der Prozess der Projektentwicklung (Recherche, erste Ideen, Prototypen, Planungen etc.).

Angebot von zwei Wettbewerbsformaten: Präsenz und Hybrid

Neben der regulären Präsenzwettbwerben wird ebenfalls ein Wettbewerb in hybriden Wettbewerbsformat angeboten. Das hybride Wettbewerbsformat richtet sich an Teams, welche keinen Future Innovators-Präsenzwettbewerb in ihrer Nähe haben und / oder zum angebotenen Präsenzwettbewerb aus terminlichen Gründen nicht fahren können.

Wettbewerbstag: Präsenzwettbewerb

Nach der Anmeldung am Wettbewerbstag hat das Team noch eine gewisse Zeit, den Stand und das Robotermodell für die Jurypräsentation vorzubereiten. Der Aufbau des Teambereichs und des Robotermodells muss vor Beginn der Jurybewertung abgeschlossen sein. Die Bewertung pro Team dauert circa 10 Minuten (5 Minuten Projektpräsentation, 5 Minuten Fragen der Jury) und besteht aus zwei Bewertungsrunden, welche durch verschiedene Jury-Gruppen durchgeführt werden.

Wettbewerbstag: Hybridwettbewerb

Der Wettbewerb wird über das Tool „Zoom“ stattfinden. Nach dem Ende der Anmeldephase zum Hybridwettbewerb, wird der endgültige Zeitplan mit Zuordnung der Teams zu einem Zeitslot erstellt. Die Teams des hybriden Wettbewerbsformats müssen bereits eine Woche vor Wettbewerbstag die Dokumentation in digitaler Form abgeben. Am Wettbewerbstag präsentiert das Team ihr Projekt mittels Videoübertragung und stellt sich den Fragen der Jury. Eine Bewertungsrunde dauert pro Team circa 10 Minuten (5 Minuten Projektpräsentation, 5 Minuten Fragen der Jury). Die Teams werden in zwei Bewertungsrunden bewertet.

Die Bewertung durch die Jury geschieht mit Hilfe eines Bewertungsbogens. Für jede Altersklasse gibt es einen spezifischen Bewertungsbogen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. Das Gesamtranking eines Wettbewerbs findet in Deutschland altersklassenübergreifend statt.

Insgesamt können die Teams in jeder Altersklasse eine Maximalpunktzahl von 200 Punkten erreichen. Der Bewertungsbogen gliedert sich in drei Bewertungsrubriken:

  • Projekt und Innovation
  • Roboterlösung
  • Präsentation und Teamwork

Die Bewertungsrubriken unterteilen sich in Teilbereiche, welche mit 0 bis 10 Punkten von der Jury bewertet werden. Die Punkte werden anhand einer Gewichtung in eine Gesamtpunktzahl umgerechnet. Genauere Informationen zur Bewertung sind im Regelwerk erläutert.

Die Qualifikation zum Deutschland erfolgt nach einer über alle Wettbewerbe einheitlichen Regelung. Es kommt immer das beste Team zum Deutschlandfinale, bei größeren Wettbewerben auch weitere Teams. Die genaue Anzahl Teams wird in jeder Saison neu festgelegt.

Bei regionalen Wettbewerben und beim Deutschlandfinale erhalten die Erstplatzierten einer Altersklasse einen Siegerpokal. Weiterhin kann es bei der Future Innovators Kategorie folgenden Sonderpreise geben, die unabhängig von der Weiterqualifikation zum Deutschland- oder Weltfinale vergeben wird:

  • Team-Award: Am Wettbewerbstag bewerten die Teilnehmer die Projekte der jeweils anderen Teams, indem sie das in ihren Augen beste Projekt wählen. Nach Auszählung der abgegebenen Stimmen wird ein Pokal an das Team mit den meisten Stimmen verliehen.
  • Innovations-Award: Beim Deutschlandfinale geht dieser Preis an ein Team, welches sein Projekt als Prototyp entwickelt hat und die weitere Entwicklung der Projektidee durchdacht hat. Die Idee ist innovativ und neu und wird einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben.

Die hier aufgeführten Beispielprojekte geben einen Einblick ehemalige Projekte (noch unter dem Namen "Open Category"). Die Vielfältigkeit und Kreativität der Kategorie Future Innovators kann nicht in einzelnen Videos erfasst werden – jedes Projekt ist einzigartig. Die hier ausgewählten Videos verdeutlichen beispielhaft die Präsentation und Vielfältigkeit der Projekte. Weitere Projekte sind auf unserem YouTube-Kanal zu sehen.

Team Sugarman

Das Team Sugarman hat für ihre Diabetsambulanz einen humanitären Roboter entwickelt, welcher den Kindern die Wartezeit in der Praxis verkürzt und gleichzeitig die Kinder über ihre Krankheit in Form eines Quiz beantwortet.

Team Jay Jay

Das Team Jay Jay entwickelte ein Robotermodell, welches in Ländern mit wenig oder schlechter Wasserversorgung eingesetzt werden kann. Zur Wassergewinnung arbeitet der Roboter mit Cloud-Fishern zum Abfangen des Nebels. Das Kondensationswasser wird aufgenommen, zentral gesammelt und über eine Pumpe aus dem Wassertank zu den Pflanzen weitergegeben.

Kosten in der Kategorie Future Innovators

Für die Teilnahme in der Kategorie Future Innovators benötigen die Teams zur Steuerung des Robotermodells einen Controller jeglicher Art und Anzahl. Weiterhin hängen die Kosten von der generellen Projektidee, der Standdekoartion und den weiteren Baumaterialien ab.

Teilnahmekosten für alle Teams

Unabhängig von der Wettbewerbskategorie fällt eine Teilnahmegebühr pro Team (nicht pro Person!) an. Diese ist unabhängig von der Anzahl der Teams pro Schule/Institution und direkt nach Anmeldung fällig. Die Teilnahmegebühr dient zur Deckung unserer Organisationskosten sowie für die Anschaffung von Urkunden, Pokalen und die entsprechende Logistik. Derzeit beträgt die Anmeldegebühr 89,90 € inkl. 7% MwSt. (Saison 2022) pro Team.

Für Teams, die sich für das Deutschlandfinale qualifizieren, fällt eine weitere Kostenpauschale von 50,00 € inkl. 7% MwSt. (Saison 2022) an, die zur Deckung der Kosten für ein zweitägiges Deutschlandfinale mit Verpflegung für Team und Coach in einer größeren Location beiträgt. Der Team-Coach erhält nach der Anmeldung bzw. nach der Qualifikation zum Deutschlandfinale direkt automatisch per E-Mail eine Rechnung als PDF-Datei.

Miriam Messer

Ansprechpartnerin für Future Innovators
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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